DNS-2025-1-1-A · Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie
Materielle und soziale Deprivation
Die Indikatoren stellen den Anteil der Personen an der Gesamtbevölkerung (in %) dar, der als materiell und sozial depriviert (1.1.a) bzw. als erheblich materiell und sozial depriviert (1.1.b) gilt. Materielle und soziale Deprivation (Entbehrung) beschreibt den unfreiwilligen Verzicht und Mangel an notwendigen und wünschenswerten Gegenständen und Tätigkeiten aus finanziellen Gründen.
- Politische Intention
- Der Indikator (erhebliche) materielle und soziale Deprivation (auch: (erhebliche) materielle und soziale Entbehrung) soll durch die Identifikation individueller Mangelsituationen zur Abbildung armutsgefährdeter Lebenslagen dienen. Er ist auch Teil der ausführlichen Armuts- und Reichtumsberichterstattung der Bundesregierung.
- Ziel 2025
- Anteil der Personen, die materiell und sozial depriviert sind, bis 2030 unter dem EU-Durchschnitt halten
- Zieltyp
- 1.1.a: Gleichbleibende Zielvorgabe in jedem Jahr 1.1.b: Gleichbleibende Zielvorgabe in jedem Jahr
- Datenstand
- Zuletzt aktualisiert am 01.07.2026. Sobald Daten für weitere Berichtszeiträume vorliegen, werden diese zeitnah hinzugefügt.
- Einheit
- Prozent
- Zeitreihe
- 2014–2025 · 336 Beobachtungen
Vergleichbarkeit und Brüche
- Im Erhebungsjahr 2020 wurde EU-SILC aufgrund gestiegener Anforderungen an Aktualität sowie an die Bereitstellung tiefgegliederter regionaler Ergebnisse umfassend methodisch überarbeitet und in den Mikrozensus integriert.
- Zur Sicherstellung der Vergleichbarkeit der Daten hat das statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) für die Jahre vor 2021 Rückrechnungen auf Basis des neuen Indikators vorgenommen.
Für diesen amtlichen Messwert ist kein maschineller Zieltreffer als fachliche WÖk-Zuordnung veröffentlicht. Wirkung, Zurechnung und Empfehlung benötigen einen eigenen Review.