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Haftgründe und Ausweisung durch Strafurteil

Amtlicher Titel: Gesetz zur Erweiterung von Haftgründen bei gefährlicher Körperverletzung und Einführung der Entziehung der Aufenthaltserlaubnis sowie Anordnung der Ausweisung durch Strafurteil

Zusätzliche Haftgründe und eine Ausweisung im Strafurteil können Verfahren bündeln und in eng begrenzten Hochrisikofällen schützen. Wirkungsrobust wäre dies nur mit individualisierter Gefahrenprognose, voller Verhältnismäßigkeitsprüfung, wirksamem fachgerichtlichem Rechtsschutz und ohne pauschale Kopplung von Herkunft und Kriminalität. Die Akte verweist auf 2 amtliche Quellen.

60 Sekunden

Worum geht es?

Kurz erklärt
Zusätzliche Haftgründe und eine Ausweisung im Strafurteil können Verfahren bündeln und in eng begrenzten Hochrisikofällen schützen. Wirkungsrobust wäre dies nur mit individualisierter Gefahrenprognose, voller Verhältnismäßigkeitsprüfung, wirksamem fachgerichtlichem Rechtsschutz und ohne pauschale Kopplung von Herkunft und Kriminalität. Die Akte verweist auf 2 amtliche Quellen.
Was wird entschieden?
Gesetz zur Erweiterung von Haftgründen bei gefährlicher Körperverletzung und Einführung der Entziehung der Aufenthaltserlaubnis sowie Anordnung der Ausweisung durch Strafurteil
Welche Veränderung steht im Mittelpunkt?
Eine frühere Inhaftierung kann in eng begrenzten Hochrisikofällen Flucht, Verdunkelung oder weitere schwere Taten verhindern.
Stand der WÖk-Analyse
Prüfung vor der Entscheidung

Wirkungsakte · Vertiefung

Rechenweg, Schutzgates und Rückkopplung

Wo eine Rechnung möglich ist, zeigt die Akte Formel- und Datenanforderung. Fehlende Werte bleiben als Datenlücke sichtbar; Schutzgates werden nicht weggerechnet.

Berechnungsansätze und Datengrundlage

Wo eine Rechnung möglich ist, zeigt die Akte die Formel- und Datenanforderung. Fehlende Werte werden nicht geschätzt, sondern als Datenlücke ausgewiesen.

C1Netto-SicherheitswirkungDatenlücke

Verhinderte schwere Folgetaten gegenüber zusätzlichen Hafttagen, Fehlentscheidungen und Schutzrechtsfolgen.

Benötigte Eingaben

  • Baseline Wiederholungstaten
  • Treatmentdefinition
  • Hafttage
  • Folgetaten
  • Aufhebungen
  • Gegenfaktum
  • Unsicherheit

Bereits vorhanden

Keine weiteren Angaben dokumentiert.

Noch erforderlich

  • Baseline Wiederholungstaten
  • Treatmentdefinition
  • Hafttage
  • Folgetaten
  • Aufhebungen
  • Gegenfaktum
  • Unsicherheit
C2Verfahrens- und RechtsstaatswirkungDatenlücke

Zeit- und Ressourcenänderung durch Zuständigkeitsbündelung bei gleichzeitiger Qualität des Rechtsschutzes.

Benötigte Eingaben

  • Verfahrenszeiten
  • Fallzahlen
  • Personalaufwand
  • Rechtsmittel
  • Aufhebungsquote
  • Schutzfallprüfung

Bereits vorhanden

Keine weiteren Angaben dokumentiert.

Noch erforderlich

  • Verfahrenszeiten
  • Fallzahlen
  • Personalaufwand
  • Rechtsmittel
  • Aufhebungsquote
  • Schutzfallprüfung

Risiken

  • R1: Unverhältnismäßige Untersuchungshaft. (wird noch geprüft)
  • R2: Verkürzung effektiven Rechtsschutzes. (wird noch geprüft)
  • R3: Diskriminierende oder stigmatisierende Anwendung. (wird noch geprüft)
  • R4: Überlastung von Haftanstalten und Strafgerichten. (wird noch geprüft)
  • R5: Scheinsicherheit ohne präventiven Effekt. (wird noch geprüft)

Schutzgates

  • Freiheit der Person und Unschuldsvermutung. – Eine schwere negative Wirkung in diesem Feld darf nicht durch Vorteile in anderen Feldern kompensiert werden. (muss vor der Einordnung geprüft werden)
  • Effektiver Rechtsschutz und unabhängige fachgerichtliche Kontrolle. – Eine schwere negative Wirkung in diesem Feld darf nicht durch Vorteile in anderen Feldern kompensiert werden. (muss vor der Einordnung geprüft werden)
  • Nichtdiskriminierung und individuelle statt kollektive Zurechnung. – Eine schwere negative Wirkung in diesem Feld darf nicht durch Vorteile in anderen Feldern kompensiert werden. (muss vor der Einordnung geprüft werden)
  • Non-Refoulement, Familienleben und Kindeswohl. – Eine schwere negative Wirkung in diesem Feld darf nicht durch Vorteile in anderen Feldern kompensiert werden. (muss vor der Einordnung geprüft werden)

Vergleichsfragen

  • Wie würden gezielte Risikoprognose, schnellere bestehende Verfahren und bessere Vollzugskapazität ohne neue deliktsbezogene Haftregel wirken? (erforderlich, aber noch nicht belegt)
  • Wie wäre die Wirkung bei Spezialisierung und Beschleunigung der Verwaltungsgerichtsbarkeit statt Rechtswegsperre? (erforderlich, aber noch nicht belegt)
  • Welche Sicherheitswirkung entstünde durch Prävention, Waffen-/Messerkontrolle und sozialräumliche Interventionen bei gleichem Ressourceneinsatz? (erforderlich, aber noch nicht belegt)

Rückkopplung und spätere Prüfung

Es liegt historische Rückkopplung in Form von Kriminalitätsbehauptungen und Einzelfällen vor. Sie zeigt Wirkungspotenzial des Problems, aber keine belastbare Evaluation der vorgeschlagenen Instrumente. Die zentrale Rückkopplungslücke betrifft Wiederholungsrisiko, Haftentscheidungen, Verfahrensdauer, Fehlentscheidungen und tatsächliche Sicherheitswirkung vergleichbarer Regelungen.

Vollzug beobachten

Die Vollzugsbeobachtung wird nach Veröffentlichung der Umsetzung konkretisiert.

Zustandsänderungen beobachten

Die späteren Zustandsindikatoren werden mit dem Wirkpfad verknüpft.

Zurechnung prüfen

Eine starke Zurechnung setzt eine begründete Vergleichsfrage voraus.

Rückkopplung: fehlende Daten

  • Amtliche, methodisch harmonisierte Messerkriminalitätszeitreihe mit Nennern und Kontextvariablen.
  • Daten zu Haftentscheidungen bei § 224 Absatz 1 Nummer 2 StGB und späterer Verfahrensausgang.
  • Dauer und Ausgang getrennter Straf-, Aufenthalts- und Verwaltungsverfahren.
  • Fehlentscheidungs-, Aufhebungs- und Menschenrechtsrisiken vergleichbarer Zuständigkeitsmodelle.

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